CSI: CYBER | Staffel 1

(c) CBS

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Die erste Staffel von „CSI: CYBER“ ist nur 13 Folgen lang und führte letztlich zu einer Staffel 2. Und tatsächlich muss ich sagen, dass ich die Serie unterhaltend fand. Allerdings darf man sich nichts vormachen: Noch mehr als es die Original-„CSI“-Serien waren, ist „CSI: CYBER“ auch Science Fiction. Wir sehen beispielsweise ein virtuelles Leichenschauhaus, das eher an das Holodeck der ENTERPRISE erinnert, als an irgendetwas, das heutzutage möglich und finanzierbar wäre. In manchen Szenen wird das, was in einem Computer oder im Internet bei irgendeiner Aktion vor sich geht, sehr bildlich dargestellt, etwa ein Computervirus, das aussieht wie der Gedankenmanipulatorwurm aus „STAR TREK II“. Wer sich noch an die Serie „Max Headroom“ erinnert, damals wurden ebenfalls solche grafischen Darstellungen verwendet, um dem Publikum zu zeigen, was gerade in den Computern vorging.

Beim ersten Mal anschauen der Folgen war ich durchaus begeistert, aber beim zweiten Mal wurde ich etwas skeptischer. Die Geschichten sind sehr fantasievoll geschrieben, aber oft hatte ich den Eindruck, dass der realistische Boden, für den das „CSI“-Franchise auch stand, in dieser Serie sehr stark verlassen wird. Außerdem ist der Tonfall manchmal sehr stark belehrend, ungefähr so, wie wenn in „C.S.I.“ permament davor gewarnt werden würde, sich in Las Vegas in dunklen Gassen rumzutreiben. Negativ zu dem Eindruck beitragend ist auch die „Das kann auch Ihnen passieren!“-Einführung jeder einzelnen Episode, in der Avery Ryan erzählt, wie der Computer ihrer psychiatrischen Praxis gehackt wurde und deswegen einer ihrer Patienten getötet wurde. Das nervt irgendwann, nicht nur wegen der Belehrung, sondern auch wegen der ständigen Wiederholung. Bei einigen Folgen wurden ja Szenen gekürzt, hätte man die Einführung weg gelassen, hätte man 45 Sekunden gespart und für anderes verwenden können. Des weiteren habe ich in einer Kritik gelesen, dass einige der vermeintlichen Fachausdrücke, die nach dem Vorspann eingeblendet und erklärt werden, keine Fachausdrücke sind, sondern offenbar von den Autoren erfunden wurden.

Ein weiteres Manko gegenüber den anderen „CSI“-Serien hat „CYBER“ wegen des nicht vorhandenen Lokalkolorits. Die anderen Serien spielten in bestimmten Städten und man sah immer sehr viel von den Orten. Viele Fälle gingen auch auf lokale Begebenheiten ein, wie etwa die Casinokultur von Las Vegas, die Flüchtenden aus Cuba in Miami oder die verschiedenen europäischen Stadtviertel von New York. Das Hauptquartier von „CYBER“ sitzt zwar in Washington, aber da die Fälle alle verstreut über die ganzen USA spielen, ist man quasi ständig irgendwo anders. Dabei werden Örtlichkeiten – zumindest bisher – so generisch wie möglich gehalten. Lokale Unterschiede gibt es eigentlich nicht, Amerika ist zu einer einheitlichen Masse geworden. Vielleicht ändert sich das ja noch.

Clever fand ich in der deutschen Fassung die Idee, die Titel der Episoden in Hashtags wiederzugeben. Da hat die deutsche Version dem Original tatsächlich etwas voraus.

CSI: CYBER Staffel 1 – Das DVD-Set

Das DV-Set besteht aus 3 DVDs mit allen Folgen und verschiedenem Bonusmaterial. Die Folgen sind mit deutschem Bildmaterial versehen, also der Satz „Das kann auch Ihnen passieren!“ wird in Deutsch eingeblendet, ebenso wie die Begriffserklärung am Anfang jeder Episode und die Einblendung des Episodentitels (auf selbigen hat man bei den anderen Serien mittlerweile ganz verzichtet).

Bonusmaterial

  • Welcome to CTOC: Der Bühnenbilder erzählt, wie er das Set für die Zentrale von CSI: CYBER entworfen und gebaut hat.
  • CGI CYBER: Hier geht es um die Spezialeffekte, besonders natürlich, wie man den Cyberspace innerhalb der Serie sichtbar macht.
  • Tech Tools of the Trade: Der Requisiteur erzählt davon, wie er CSI: CYBER mit den verschiedensten Requisiten ausgestattet hat.
  • Gag Reel: A Bug in the System: Auch schon Tradition bei den „CSI“-Serien sind die Szenen, die beim Dreh nicht so funktioniert haben, wie sie sollten.
  • Encoding CSI: CYBER: Die Macher der Serie reden darüber, wie es zur Entscheidung kam, eine „CSI“-Serie zu drehen, die zu einem großen Teil im Cyberspace spielt.
  • It can happen to you – Season 1 of CSI: CYBER: Die erste Staffel wird in einer Art Nachgang bearbeitet.

Entfernte Szenen

Auch bei CSI: CYBER werden auf die DVD-Sets als Bonusmaterial Szenen gepackt, die aus der endgültigen Fassung entfernt wurden. Leider sind der produzierenden Firma mehrere Fehler unterlaufen. Auf Disc 1 finden sich Szenen zur Folge 10, die sich auf Disc 3 befindet, ist aber als Folge 3 bezeichnet. Auf Disc 2 heißt es im Menü, die geschnittenen Szenen stammen aus Folge 1.09, dabei sind sie von 1.08. Auf Disc 3 heißt es, seien Szenen aus Folge 10, sie stammen aber aus Folge 5.

Die geschnittenen Szenen von Staffel 1 sind:

  • Folge 1.05 – #Bombendrohung #Zweifel: Es fehlen mehrere Szenen:
    – Avery Ryan und Brody Nelson beim Betreten des Gefängnisses. Brody fragt sich, warum der einsitzende Tobin ausgerechnet ihn sehen wollte und nicht Raven. Es fehlt nichts, wenn diese Szene nicht mehr da ist, deswegen wurde sie geschnitten.
    – Ein Rückblick auf ein Streitgespräch zwischen Avery und Simon Sifter, das fünf Jahre zuvor stattgefunden hat. Sifter ist verärgert darüber, dass Avery einen Hacker – Tobin – ins Team genommen hat und prophezeit ihr, dass sie das bereuen wird. Tobin kommt dazu und berichtet, dass er ein Loch in der Firewall des FBI gefunden hat. Avery vertraut ihm daraufhin ihren Zugang und ihr Passwort an, damit er das Problem löst. Die Szene würde zwar verdeutlichen, wie tief Avery von Tobins Verrat getroffen wurde, konnte aber auch gestrichen werden, ohne dass der Episode etwas wesentliches fehlt.
    – Avery und Brody, wie sie das Gefängnis nach dem Besuch bei Tobin wieder verlassen. Avery mutmaßt, dass Tobin Brody sehen wollte, weil er etwas vorhat. Auch diese Szene ist nicht unbedingt notwendig für den Verlauf der Episode.
    – Avery bekommt Besuch von der Mutter eines kleinen Jungen, der bei der ersten Bombenexplosion ums Leben gekommen ist. Besonders tragisch war, dass die Ermittler herausfanden, dass es ihr Handy war, das die Bombe letztlich zündete. Sie gibt sich daher die Schuld am Tod ihres Sohnes. Avery beruhigt sie in der Szene und sagt, dass nur der Bombenleger selbst Schuld hat. Sie reden über den Platzanweiser, der die Bombe noch nach draußen geschafft und so viele Menschen gerettet hat, der aber offenbar keine Familie hatte. Diese Szene bringt ebenfalls nichts Neues, beziehungsweise Wesentliches für die Episode, sie konnte also auch entfernt werden.
    – Elijah Mundo und Daniel Krumitz reden über die Motive des Bombenlegers und ob die Menschen wirklich zu viel von der Technik abhängig sind.
  • Folge 1.08 – #Selfie #Jenseits: Es fehlen ebenfalls mehrere Szenen:
    – Sifter liest einen Eintrag eines Verdächtigen und weist an, diesen festzunehmen.  Die Szene bringt nichts neues, da man im Verhör des Verdächtigen die gleichen Informationen nochmal bekommt, deswegen wurde sie geschnitten.
    – Elijah Mundo weist Daniel Krumitz an, die Datenbanken nach Frauen mit bestimmten Merkmalen zu durchsuchen, um eventuelle weitere Entführungsopfer zu finden. Auch diese Szene bringt nichts neues und wurde daher gekürzt.
    – Eine kurze Szene zeigt den Mord an der Frau, die zu Beginn der Episode gefunden wird. Außerdem gibt der Entführer den Befehl, eine neue Frau zu entführen. Auch diese Szene bringt nichts neues, was man nicht aus anderen Szenen erfahren würde.
    – Eine weitere kurze Szene zeigt, wie Avery Ryans ehemalige Patientin auf dem Friedhof versucht, den Sarg ihrer Schwester auszugraben. Die Szene passt nicht so wirklich in die Episode und würde erstmal nur für Verwirrung sorgen, vermutlich deswegen wurde sie draußen gelassen.
  • Folge 1.10 – #Medikamente #Gift: Hier fehlen wieder mehrere Szenen.
    – Ryan und Sifter unterhalten sich über einen mit einer Maschine frankierten Brief und dass diese Maschinen mit dem Internet verbunden sind.
    – Daniel Krumitz versucht, einen verbrecherischen Apothekenversand aufzudecken, indem er selbst Medikamente für 45 Dollar bestellt, was fehlschlägt.
    – Sifter ist im Krankenhaus und wird darüber informiert, dass es noch mehr Opfer von gefälschten Medikamenten gibt. Er erfährt auch, dass deren Zahl bis zu 40 betragen könnte.
    – Sifter und Ryan sprechen per Videokonferenz darüber, dass es noch mindestens 8 weitere Ärzte gibt, die ihren Patienten Medikamente aus der verbrecherischen Versandapotheke gegeben haben.
    Die Anzahl der geschnittenen Szenen zeigt es schon: Die Folge war zu lang und musste um die Szenen gekürzt werden, in denen der Zuschauer Informationen bekommt, die später nochmals gegeben werden.
  • Folge 1.13 – #Avery #Feind: Es sind auch wieder mehrere Szenen, die fehlen:
    – Als Elijah Mundo den Fingerabdruck von der Sanduhr untersucht, taucht eine Frau im Labor auf, die eine bestimmte Abteilung sucht. Sie heißt Renee, Elijah kennt sie und zwischen den beiden entspinnt sich ein merkwürdiges Gespräch. Es wird nicht direkt angesprochen, aber zwischen den Zeilen lassen die Autoren durchscheinen, dass Elijahs Tochter offenbar nicht die leibliche Tochter seiner Frau ist, sondern von einer Leihmutter.
    – Dann, in einem Gespräch mit Simon Sifter wirkt Elijah geistig abwesend. Er fragt nach Renee und erfährt, dass sie Anwärterin für das CSI ist. Mundo bittet darum, sie nicht aufzunehmen und bestätigt, was in der anderen Szene nur angedeutet wurde: Sie ist die Leihmutter von seiner Tochter.
    – Ein weiteres Gespräch zwischen Elijah und Renee fehlt ebenfalls. Sie entschuldigt sich dafür, nicht Bescheid gegeben zu haben, bevor sie in der Zentrale auftauchte. Elijah überspielt das und meint, es würde ihn nicht stören. Renee betont daraufhin, dass die Tochter das Geschenk an ihn und seine Frau sei. Außerdem sei sei – Renee – froh, ihm wiederbegegnet zu sein. Ich kann mir zwei Gründe vorstellen, warum die Szenen entfernt wurde: Erstens wirkt der Handlungsfaden wie eingeschoben und stört den Fluss der Geschichte und zweitens bekommen in dieser Folge mit Avery Ryan und Daniel Krumitz bereits zwei Hauptfiguren eine dramatische Hintergrundgeschichte. Mit noch einer wäre die Folge überladen gewesen.
    – Ein Teil einer Szene wurde entfernt mit einem Gespräch zwischen Brody Nelson, Daniel Krumitz und Raven Ramirez im Haus von Averys Ex-Mann. Die drei wundern sich darüber, dass Avery nie etwas davon erzählt hat, dass sie mal verheiratet war und dass offenbar nur Sifter darüber Bescheid wusste.

CSI: MIAMI | Staffel 10

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Das war sie also, die letzte Staffel von CSI: MIAMI. Es ist schwer, etwas zu sagen, weil diese Staffel extrem wechselhaft war, zumindest in meinen Augen. Es gab ein paar gute Folgen, aber im Durchschnitt kann man diese Season wohl nur bestenfalls als „Durchwachsen“ bezeichnen. Vor allem bei den letzten Episoden ist eine gewisse… ja, Müdigkeit festzustellen. In machen Szenen scheint auch etwas durch, das ich – wenn ich mich so weit aus dem Fenster lehnen darf – als den Frust der Autoren deuten möchte, weil die Möglichkeit, dass die Serie abgesetzt wird, immer wie ein Damoklesschwert über allem hing. Leider setzte man dann in den letzten Geschichten auch noch auf Dinge, auf die man immer gesetzt hat: Die Politik, die sich in die Polizeiarbeit einmischt, korrupte Stadträte und reiche Familien, für die das Gesetz nicht gilt, und nicht zuletzt der Umstand, dass jemand aus dem Team eines Verbrechens bezichtigt wurde.

Mit dem „Miami Taunter“ wollte man einen übergreifenden Handlungsbogen schaffen, ebenso mit dem Teammitglied Samantha Owens, aber beides gelang nicht so wirklich. Die Geschichte um den „Modell-Mörder“ aus der originalen „CSI“-Serie war beispielsweise viel besser vorbereitet und letztlich ausgeführt, als die drei Episoden des „Taunters“, bei denen noch dazu sehr schnell klar war, wer der Täter war und es nur noch darum ging, diesen endlich der gerechten Strafe zuzuführen.

Der Handlungsbogen um Samantha Owens eierte irgendwie durch die Gegend, erst flirtet sie heftig mit Ryan, so dass der sich Hoffnungen macht, dann wird plötzlich aus dem Nichts heraus ein Freund präsentiert (den sie auch schon länger hatte) und zuletzt ist sie sogar in kriminelle Machenschaften verwickelt. Ein klares Konzept sieht anders aus.

Letzen Endes ist es schade, aber nach dieser Staffel war die Absetzung der Serie nicht ganz unverdient. Trotzdem war „CSI: MIAMI“ eine gute Serie, die das „CSI“-Universum bereichert hat. Sicherlich hätte sie ein richtiges Finale verdient, aber es sollte nicht sein. Am 8. April 2012 lief die letzte Folge, im Mai des gleichen Jahres verkündete CBS, dass es nicht mehr weitergehen würde. „CSI: MIAMI“ war damit die erste „CSI“-Serie, die abgesetzt wurde.

Das DVD-Set

Das Komplettset der 10. Staffel besteht – wie bei allen Komplettsets – einfach aus dem zwei Halbstaffelsets in einer Box. Neben den 19 Episoden in der deutschen Synchro ist auch die englische Originalspur enthalten, sowie Kommentare zu den Folgen 4 und 10. Das DVD-Set kann man hier bestellen (Link führt auf AMAZON.de).*

Bonusmaterial

Miami meets Mother Nature: Eine Dokumentation über die Folge 10.03: „Tatort im Tornado“. Die Autoren, Schauspieler und Produzenten erzählen die Geschichte der Episode von der ersten Idee bis zur Durchführung.

A Perfect Ten: Produzenten, Autoren und Darsteller lassen die Staffel 10 nochmal an sich vorüberziehen und sind sehr positiver Meinung.

A „Tripp“ to the Set: Rex Linn, der Darsteller von Frank Tripp, führt den Zuschauer über das Set von „CSI: MIAMI“.

The Miami Look: Ein Bericht über die Kulissenbauer von „CSI: MIAMI“ und ihre Arbeit.

Gag Reel: Eine bunte Sammlung von Szenen, die nicht so gelaufen sind wie sie sollten.

Entfernte Szenen

Auch in Staffel 10 wurden mal wieder aus einigen Folgen Szenen entfernt, die sich als Bonusmaterial im DVD-Set finden. Diese Szenen sind:

  • Folge 10.01: Hier wurden mehrere Szenen geschnitten:
    – Ein Gespräch zwischen Walter Simmons und Calleigh Duquesne. Walter erzählt, dass es Horatio und Natalia gut geht und dass beide das Krankenhaus auf eigenen Beinen verlassen hätten. Die Szene bringt nichts neues, was nicht durch andere Szenen erklärt wird und landete daher auf dem Boden des Schneideraums.
    – Ein Gespräch zwischen Erik Delko und Calleigh Duquesne am Ende der Episode. Erik berichtet, dass der Täter gefasst sei und man das Opfer gerettet habe. Calleigh fragt sich, ob sie genug tue und Erik bestärkt sie. Dann gestehen sich beide, dass sie sich vermisst haben. Von daher ist es schade, dass diese Szene gekürzt wurde, da wir nach langer Zeit mal wieder einen intimen Moment zwischen beiden sehen. Aber sie wird für die Episode nicht wirklich gebraucht und offenbar musste die Laufzeit der Episode gekürzt werden.
  • Folge 10.02: Hier wurde ein sehr kurzer Moment entfernt. Nachdem Erik Delko einen Hammer gefunden hat, suchen er und Horatio Caine nach der eigentlichen Tatwaffe. Dabei schauen sie in eine Mülltonne und finden ein Stück davon. Da dieses Stück eine Szene später sehr deutlich präsentiert wird, wurde die kurze Stelle mit der Mülltonne entfernt.
  • Folge 10.03: Eine Szene vom Ende fehlt, in der Calleigh Duquesne den Hund, den Erik im Verlauf einer Suche gefunden hat, in ihr Auto springen lässt. Calleigh sagt zu dem Hund: „Lass uns nach Hause fahren!“, wobei offen bleibt, ob sie ihn zu seinem Besitzer zurückbringt oder ihn – wie Erik vorgeschlagen hat – selbst behält. Da die Szene für die Handlung der Episode nicht wichtig war und auch in der Folgeepisode nicht darauf eingegangen wird, dass Calleigh nun stolze Hundebesitzerin ist, wurde sie entfernt.
  • Folge 10.04: Hier fehlen wiederum mehrere Szenen:
    – Ein Gespräch zwischen Ryan Wolfe und Doktor Tom Loman, nachdem die Tote gefunden wurde. Ryan bittet Loman, den Gürtel der Leiche zu lösen. Dort findet sich ein Geheimfach für Geld, wie es Prostituierte gern verwenden. Loman macht daraufhin auf die Injektionswunden am Arm aufmerksam und führt sie auf Drogenmissbrauch zurück. Die Szene ist für die Handlung nicht wichtig und wurde geschnitten.
    – Ein kurzes Gespräch zwischen Natalia Boa Vista und Frank Tripp, in der sie über die Familie eines Verdächtigen reden, der halb Florida gehören soll. Die Szene wäre allerdings zum leichteren Verständnis der Episode wichtig gewesen, da in der Endfassung der reiche Vater des Verdächtigen plötzlich aus dem Nichts auftaucht. Mit dieser Szene wären die Familienverhältnisse zumindest etabliert gewesen.
    – Ein Gespräch zwischen Horatio Caine und der Schwester eines Opfers, in der Caine ihr ein neues Mobiltelefon gibt und ihr rät, sie solle die Nummer nicht rausgeben. Wir erfahren außerdem, dass das Opfer sich vollständig erholen wird. Die Szene ist nicht ganz so wichtig für die Handlung und wurde entfernt.
  • Folge 10.06: Hier fehlen recht kurze Szenen:
    – Eine Rückblende, in der wir sehen, wie das Opfer der Folge Parfüm aufträgt und von ihren Kollegen gebeten wird, es nicht zu tun. Die Szene hätte einfach nur das untermalt, was die Ermittler sowieso herausgefunden hatten.
    – Eine Rückblende, die zeigt, wie das Opfer zusammen mit dem Täter an den späteren Tatort gekommt ist. Die Szene ist nicht weiter wichtig für das Verständnis der Episode.
    – Eine sehr kurze Rückblende, in der gezeigt wird, wie das Opfer die Arbeit eines anderen als ihre ausgibt. Da das in der Episode bereits erwähnt wurde, wiederholt die Szene nur bekanntes.
    – Eine sehr kurze Rückblende, in der das Opfer die Parfümflasche aus der Packung nimmt.
    Bei diesen Kürzungen ist eines sehr merkwürdig: Die Episode ist in der Endfassung etwas mehr als 39 Minuten lang, die Standardlänge einer Folge ist 42 Minuten. Die geschnittenen Szenen machen 1 Minuten 27 Sekunden aus, man hätte sie also auch gut drin lassen können, ohne die Höchstlaufzeit zu überschreiten, zumindest aber die Rückblenden mit dem Parfüm, da das wichtig ist.
  • Folge 10.09: Hier wurde nur eine Szene entfernt, in der Walter Calleigh eine Probe von der Leiche bringt und Calleigh feststellt, dass es sich um sehr altes Blut handeln muss. Das gleiche wird nochmal gesagt, als das Ergebnis der Untersuchung da ist, deswegen fiel diese Szene vermutlich der Kürzung zum Opfer.
  • Folge 10.10: Hier wurde der komplette Schluss gekürzt, vermutlich aus Zeitgründen – ACHTUNG, SPOILER: Die Folge endet damit, dass die Mutter der Familie wiederbelebt werden kann. Die geschnittenen Szenen zeigen nicht verwendete Ausschnitte der Wiederbelebung sowie anschließend Horatio, der die Tochter der Familie zu ihrer Mutter und ihrem Bruder nach Hause bringt. Er sieht, wie sich die Familie umarmt und fährt davon.
  • Folge 10.13: Hier fehlen zwei Sequenzen:
    – Ein Teil einer Szene wurde gekürzt, in der sich Walter und Calleigh verdrücken und Ryan Wolfe die unangenehme Aufgabe überlassen, mit der Witwe des Opfers zu reden.
    – Eine Szene wurde komplett entfernt, für die wirklich keine Zeit mehr gewesen wäre, die ich aber tatsächlich noch erwartet hätte: Ryan und Walter gehen Fallschirmspringen. Eine solche Szene kündigt sich in einem Gespräch in der Episode an, als Ryan Walter fragt, wann sie mal Fallschirmspringen gehen und Walter ablehnt, weil er meint, Fallschirme seien nur für den Notfall und absichtlich abspringen „dämlich“. Die Fallschirmszene wurde zwar gedreht, kam aber nicht mal mehr in die Postproduktion, da es zwar ein Gespräch zwischen Ryan und Walter im Flugzeug gibt, aber keine Aufnahmen von dem eigentlichen Sprung (den die beiden Schauspieler vermutlich auch nicht selbst gemacht hätten).
  • Folge 10.14: Hier fehlen mehrere Szenen:
    – Horatio Caine und Tom Loman bei der Toten. Loman stellt fest, dass das Seil, das um den Hals der Toten geschlungen ist, aus Baumwolle besteht und Caine meint dazu, dass es sich um ein Longe-Seil handelt. Genau das wird später wortwörtlich in einer anderen Szene gesagt, entweder wurde diese Szene also gekürzt, weil die Aussage sonst unnötig doppelt gemacht wurde, oder die Episode wurde während der Produktion nochmal umgeschrieben und man fand, dass die Aussage besser in die andere Szene passt.
    – Ryan Wolfe und seine Kollegin Samantha Owens bei der Suche vor Ort. Aus der endgültigen Fassung wurd ein Stück Szene entfernt, in der Samantha bemerkt, dass Ryan ihr Armkettchen bewundert und sie ihm auf den Kopf zu sagt, sie wisse, es sei von ihm. Er streitet das ganze ab. Das Gespräch führt nirgendwo hin, noch dazu, da Samantha, wie wir schließlich irgendwann erfahren, ja einen Freund hat. Also wurde der Teil der Szene geschnitten.
    – Walter Simmons und Calleigh Duquesne befragen eine der Ex-Studentinnen aus der Verbindung. Es wurde ein Stück aus der Szene geschnitten, in der Walter etwas amüsiert nachfragt, inwiefern das Training, dass die Ex-Studentin anbietet (korrektes damenhaftes Trinken mit einem Strohhalm) wichtig für das Studium sei.
    – Natalia Boa Vista und Eric Delko im Labor, nachdem Tom Loman an der Toten ein Haar gefunden hat. Natalia untersucht das Haar und findet dabei heraus, dass es sich um ein Barthaar handeln muss. Eric erwähnt, dass man das Haar am Oberschenkel der Toten gefunden habe, was die Sache interessant mache. Die Szene trägt außer einem verklemmten Witz über Oralsex nichts zur Handlung bei und wurde komplett entfernt.
    – Horatio Caine und Walter Simmons überraschen eine Verdächtige und ihre Mutter im Pferdestall. Caine erzählt, dass sie mit der Verdächtigen über ihren Ex-Freund reden wollen und die Mutter bittet darum, das Gespräch in einem privateren Umfeld fortzusetzen. Wahrscheinlich wurde der Ausschnitt aus Zeitgründen gekürzt, da hier nichts gesagt wird, das eine Szene später nochmal wiederholt wird.
  • Folge 10.15: Ein Gespräch zwischen Ryan Wolfe und Samantha Owens, nachdem das Auto des Opfers gefunden wurde. Die beiden gehen Fakten durch, die in anderen Szenen schon erwähnt wurden, einschließlich einer Krawatte, die ein Verdächtiger bei einer Prostituierten vergessen hat. Das Gespräch konnte also geschnitten werden, ohne dass etwas aus der Handlung fehlt.
  • Folge 10.17: Hier wurden wiederum mehrere Szenen entfernt:
    – Eine Montage, in der wir sehen, wie Ryan Wolfe einen Tennisschläger in der Bedampfungskammer bearbeitet und anschließend auf Spuren untersucht. Er findet allerdings nichts und bringt das in der folgenden Szene auch zum Ausdruck, daher war es nicht nötig, seine ergebnislose Untersuchung zu zeigen.
    – Aus der Szene, in der Tom Loman ins Labor kommt, um sich den Tennisschläger anzuschauen, wurde ein Stück entfernt, das mehr oder minder eine einzige Zote ist: Samantha erzählt, dass sie ab und zu mit Loman am Wochenende zum Tennisspielen geht, worauf Loman meint, Samantha sei nicht schlecht, was aber schon doppeldeutig verstanden werden kann, da das Wort „Tennis“ hier nicht mehr fällt. Ryan schlägt darauf vor, er könne ja mal für einen „flotten Dreier“ („Threesome“) mitkommen oder „auch nur zuschauen, während Ihr beide loslegt“. Die endgültige Szene in der Episode leitet von Samanthas Aussage, dass sie mit Loman ab und zu Tennis spiel, direkt zu Loman über, der meint: „Ich soll mir einen Schläger anschauen?“
    – Ein Stück vom Ende des Verhörs des Trainers, der Horatio Caine wegen der Finanzunterlagen der Schule an die Buchhaltung verweist. Das Stück, das fehlt, zeigt Horatio, wie er Calleigh anruft und ihr sagt, sie soll in der Buchhaltung vorbeischauen. Wahrscheinlich musste Zeit gespart werden und das Stück konnte entfernt werden, ohne dass etwas wesentliches fehlt.
  • Folge 10.18: Hier fehlt ein Gespräch zwischen Horatio Caine, Walter Simmons, Samantha Owens, Natalia Boa Vista und Ryan Wolfe. Samantha beteuert, dass sie nicht Schuld an einem Fehler bei einer Ermittlung ist, und alle zusammen rekapitulieren, dass Anwalt Vogel offenbar seine Mandanten erpresst: Jeder Mandant, den er irgendwie rausgekriegt hat, macht irgendwas Schmutziges, damit ein anderer Mandant gut wegkommt.
  • Folge 10.19: Zwei Szenen fehlen:
    – Ein erstes Gespräch noch am Tatort zwischen Horatio Caine, Walter Simmons und Ryan Wolfe. Ryan erzählt hier, dass er sich nur erinnern kann, von Staatsanwalt Avery niedergeschlagen worden zu sein. Horatio bittet Ryan daraufhin um dessen Dienstmarke und Waffe. Da Ryan im Labor, während er auf Beweisspuren untersucht wird, ebenfalls erzählt, dass er niedergeschlagen wurde, kann es auch sein, dass man diese Szene nicht einfach nur geschnitten, sondern umgeschrieben hat.
    – Walter Simmons findet den Fahrer von Rechtsanwalt Vogel, der überfallen wurde. So wird das CSI darauf aufmerksam, dass sowohl Vogel als auch Samantha Owens entführt wurden.

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CSI: MIAMI | 10.19 – Alle für einen (2)

Originaltitel: Habeas Corpse (2)

Inhalt

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Die Situation ist eskaliert: Nachdem sich herausgestellt hat, dass Samanthas Freund Josh Avery, ein Staatsanwalt, in einer Untersuchung Beweise manipuliert hat, wollte Ryan ihn zur Rede stellen. Nun wacht Ryan aus einer Bewusstlosigkeit in der Wohnung des Staatsanwalts auf und stellt fest, dass dieser tot ist. Im ersten Moment sieht es so aus, als ob Ryan den Staatsanwalt erschlagen hat, doch schnell steht fest, dass das nicht stimmt. Aufgrund von Blutspritzern auf dem Rücken von Ryans Jacke wissen die Ermittler, dass Ryan schon bewusstlos am Boden lag, als Avery ermordet wurde. Nun geht es darum, den wahren Täter zu finden. Walter stellt fest, dass sein Mobiltelefon permanent Daten überträgt und Ryan findet in Festnetztelefon eine Wanze. Diese birgt leider ein brisantes Geheimnis: Sie stammt von Samantha, die damit das Labor in Gefahr gebracht hat. Tripp und Natalia wollen sich das Boot des Toten vornehmen, dabei wird auf sie geschossen. Sie können den Schützen ausschalten und finden Meth. Ryan und Walter durchforschen die Akten und entdecken einen passenden Fall mit einem Drogenkoch, den Avery bearbeitet hat. Dabei wurden 40 Kilogramm Meth beschlagnahmt. Sie gehen in die Asservatenkammer und überprüfen die beschlagnahmte Ware: Es handelt sich um Mehl! Und in den Protokollen taucht Samantha als diejenige auf, die das Meth am entsprechenden Abend überprüft hat…

Zitat

„Du bist nie allein! Wir werden für Dich da sein.“
Eric Delko zu Ryan Wolfe

Hinter der Geschichte

Das war also die letzte Episode von „CSI: MIAMI“… es fällt auf, dass die Produzenten doch etwas geahnt haben müssen, dass es diesmal Ernst wird mit der Absetzung, denn diese Folge hat keinen Cliffhanger, sondern schließt – und die Parallelen zur letzen Episode von „CSI: NY“ sind unübersehbar – mit einem Treffen der „CSI-Familie“ in einer Bar ab. Hier versichern sich alle nochmal, dass sie ja eigentlich eine große Familie sind. Einzig Calleigh fehlt, sie hat die North-Kinder (von Randy North aus der letzten Folge der 9. und der ersten Folge der 10. Staffel) adoptiert und ist nun Single-Mutter.

Einen kleinen Cliffhanger haben sich die Autoren dann aber doch noch erlaubt: Es wird nicht gesagt, ob der schmierige Anwalt Vogel, der bei einem Autounfall schwer verletzt wird, überlebt. Vielleicht wollte man ihn sich für weitere Folgen „aufheben“, falls es doch noch eine Fortsetzung gegeben hätte.

Tja, das war’s. Meine letzte Einschätzung gibt es im zusammenfassenden Beitrag über die 10. Staffel.

CSI: MIAMI | 10.18 – Einer gegen alle (1)

Originaltitel: Law and Disorder (1)

Inhalt

(c) CBS

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Ein Autofahrer überfährt eine junge Frau. Schnell stellt Doktor Loman fest, dass sie nicht durch den Unfall gestorben ist, sondern schon auf der Straße lag, weil sie mit einem Nervengift vergiftet wurde. Da sie aus einem Club gekommen ist, lassen die Ermittler diesen abriegeln und durchsuchen ihn. Calleigh findet die Handtasche des Opfers mit ihrem Ausweis, ihr Name war Denise Baines. Außerdem stellt Eric fest, dass jemand ihre Augentropfen mit einem chemischen Kampfstoff versehen hat. Bei Zeugenbefragungen kommt heraus, dass es noch eine zweite Frau gab, die Symptome einer Vergiftung zeigte, diese stieg allerdings in ein Taxi und fuhr davon. Walter findet die Adresse heraus, Samantha und Tripp fahren hin. Fast kann ihnen die Frau entkommen, sie ist eine Profikillerin, die für den Mord an Denise Baines viel Geld bekommen hat. Eric und Natalia fahren zur Wohnung des Opfers und finden heraus, dass sie Journalistin war. Durch eine DNS-Spur wird ein sexueller Kontakt mit dem Stadtrat Randall Stafford nachgewiesen. Horatio konfrontiert den Stadtrat bei einer Pressekonferenz mit den Beweisen. Darauf schaltet der seinen Anwalt ein, und der ist kein Unbekannter: Es handelt sich um Vogel, mit dem Horatio in Los Angeles schon mal zu tun hatte. Vogel tut alles, um alle gefundenen Beweise für nicht verwertbar erklären zu lassen…

Zitat

„Na ja, ich wünsch Ihnen einen schönen Tag… und Sie sind mir egal!“
Rechtsanwalt Vogel. Der erste Teil des Satzes ging an Horatio Caine, der zweite Teil an Eric Delko. Vogel liefert hier eine exzellente Begründung für das berühmte Shakespeare-Zitat, nach dem man als erstes alle Anwälte zu töten habe.

Hinter der Geschichte

Denise Baines wurde mit Sarin vergiftet, dabei handelt es sich um einen so genannten Acetylcholinesterase-Hemmer. Seinen Namen bekam der Stoff von seinen Entdeckern von der IG Farben, die es als Insektenvernichtungsmittel verwenden wollten: Schrader, Ambros, Ritter und von der Linde. Die korrekte Bezeichnung der Substanz lautet Methylfluorphosphonsäureisopropylester. Allerdings wurde es sofort nach seiner Entdeckung als Kampfstoff verwendet.

Rechtsanwalt Vogel hatte seinen ersten Auftritt in der 16. Folge von Staffel 8, „Schatten einer Schuld“. Er wurde und wird dargestellt von Malcolm McDowell.

Der deutsche Titel dieser und der nächsten (letzten) Episode ist eine Anspielung auf den Spruch „Einer für Alle, alle für einen!“, dem Wahlspruch der drei Musketiere.

 

CSI: MIAMI | 10.17 – Kinder, wollt Ihr ewig schweigen?

Originaltitel: At Risk

Inhalt

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Ein Tennistrainer stellt nach seinem morgendlichen Training fest, dass er im Duschraum eingesperrt wurde. Dann wird er von einem aggressiven Hund angefallen. Seine Hilferufe alarmieren den Hausmeister Ross Hamilton. Als der dazwischengeht, fällt der Hund ihn an und tötet ihn. Die Polizei kann den Hund mit einem Betäubungsgewehr außer Gefecht setzen. Bei einer Untersuchung stellt Eric fest, dass es sich wohl um einen für Kämpfe abgerichteten Hund handelt. Walter findet noch mehr heraus: Das Tier hat einen implantierten RFID-Chip, und auf diesem ist eine Adresse hinterlegt. Dort finden die CSIs allerdings nur einen Hundezwinger, in dem gerettete Kampfhunde wieder zu nicht-aggressiven ausgebildet werden sollen. Der Besitzer des Zwingers sagt zudem aus, dass der Hund, der den Hausmeister getötet hat, aus seinem Gehege gestohlen wurde.

Ryan findet vor Ort einen Tennisschläger, der dazu verwendet wurde, die Tür des Duschbereichs zu blockieren. Über die spezielle Einstellung der Saiten des Schlägers können die Ermittler herausfinden, dass er dem Tennisprofi Jack Brody gehören muss. Der behauptet, seine Schläger regelmäßig an Fans zu verschenken. Trotzdem war er am Morgen am Tatort: Auch er wurde von dem Hund angefallen und gebissen, als er dem Trainer und dem Hausmeister helfen wollte. Oder etwa, als er den Hund in die Dusche brachte? Schnell stellt sich heraus, dass der Trainer einige Feinde hatte. Und auf einmal steht der Vorwurf des Kindesmissbrauchs gegen ihn im Raum. Ein Prozess wurde damals, zehn Jahre zuvor, mit einer Geldzahlung abgewendet…

Zitat

„Ich geb‘ mich nicht mit wilden Tieren ab, ich trag‘ sie lieber!“
Eine Verdächtige

Hinter der Geschichte

In dieser Episode führte Adam Rodriguez Regie, der Darsteller von Eric Delko.

In der Geschichte trifft Calleigh auf einen Jungen aus einer früheren Episode: Austin North. Er ist der Sohn von Randy North, einem Strafgefangenen, der Natalia in der letzten Folge der 9. Staffel in den Kofferraum eines Autos sperrte und das Auto vom Pier schob. Austin kam in Folge 1 der 10. Staffel („Die Kraft der Gerechten“) bei einer Pflegemutter unter. Damals wurde er allerdings von einem anderen Schauspieler dargestellt.

Der deutsche Titel ist eine Anspielung auf den Film „Hunde, wollt Ihr ewig leben?„, in dem es um den Kessel von Stalingrad geht.

 

C.S.I. 10.17: Der Wahnsinn des Dr. Jekyll

Originaltitel: Irradiator

Inhalt

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Ein Ehepaar macht sich einen gemütlichen Abend. Weil ihr Hund, der sich draußen auf dem Grundstück befindet, laut bellt, schickt der Mann seine Frau los, um nachzusehen und das Tier zum Schweigen zu bringen. Kurz darauf fallen zwei Schüsse, der eine tötet den Hund, der andere verletzt die Frau. Als sie sich umdreht, um ins Haus zu gehen, wird nochmals auf sie geschossen. Diesmal ist der Treffer tödlich. Ihr Mann, der mit einem Baseballschläger zu Hilfe eilt, wird ebenfalls getötet. Catherine Willows, Sarah Sidle, Nick Stokes, Raymond Langston und Greg Sanders sind am Ort des Geschehens. Über Bilder der Familie stellen sie fest, dass es noch eine Tochter geben muss. Nick und Raymond untersuchen das Zimmer des Mädchens. Der Mörder hat durch die Tür geschossen und selbige dann aufgetreten. Doch sie hat Glück im Unglück, Nick findet sie unverletzt in einer Spielzeugtruhe, wo sie sich versteckt hat.

Greg entdeckt Werkzeugspuren an einem Fenster. Da der Täter durch die Tür kam, die die Ehefrau geöffnet hat, hat er offenbar vorher versucht, in das Haus einzubrechen. An dem Fenster präsentiert sich der Fingerabdruck eines Gärtners. Der gibt einen Einbruch zu, aber nicht den Mord.

Auf der Kleidung des Opfers und in einem Schuhabdruck im Haus haften Titan-Späne. Die Ermittler finden diese Späne auch im Garten. Sie verfolgen ihre Spur und landen bei einem Nachbarn namens Jack Herson, der Metall bearbeitet hat. Doch er selbst ist nicht zu finden, nur ein Hemd mit Blutspritzern. Bei der Untersuchung der Werkstatt findet Raymond Teile, die zu einem Operationsset gehören. Er hat einen Verdacht, der sich zu bestätigen scheint, als er Luminol auf einen in der Werkstatt befindlichen Metalltisch sprüht und jede Menge Blutspuren sichtbar werden: Jack Herson ist Doktor Jekyll…

Zitat

„Was ist denn bloß los mit Ihnen? Jetzt werden Sie Ärger bekommen!“
Die letzten Worte des Mordopfers

Hinter der Geschichte

Die „Seeds“, von denen in dieser Episode die Rede ist, sind kleine Stäbchen, die mit radioaktivem Material gefüllt werden. Man platziert sie im menschlichen Körper in unmittelbarer Nähe eines von Krebs betroffenen Gebietes. Diese Therapie nennt man „Brachytherapie„.

Nick begeht einen ziemlich drastischen Fehler, als er das Mädchen verhört: Er zeigt ihr das Bild eines Verdächtigen und stellt eine Suggestivfrage („War das der Mann, der Deinen Eltern weh getan hat?“). Außerdem deutet er ihre Antwort „Er war’s doch, oder?“ als Aussage und nicht als Frage, wie sie eigentlich gemeint war. Mit anderen Worten: Nick Stokes begeht einen Anfängerfehler. Dass man nach zehn Staffeln immer noch solche Taschenspielertricks im Drehbuch anwenden muss, damit man einen falschen Verdächtigen zum Präsentieren hat, zieht diese Folge ein wenig runter. Ansonsten ist sie recht spannend und intelligent geschrieben.

CSI: MIAMI | 10.16 – Die Mutter der Folter

Originaltitel: Rest in Pieces

Inhalt

(c) CBS

(c) CBS

Kirk Armstrong erwacht am Strand. Er ist komplett im Sand eingegraben und schwer verletzt. Er kann sich befreien und zu einer Straße taumeln, wo er zusammenbricht. Das CSI vollzieht seinen Weg zurück nach und findet die Stelle, an der er aus dem Sand gekommen ist. In unmittelbarer Nähe wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, Chelsea Bartlett, ebenfalls im Sand eingegraben. Ihr Fehlen die Augen, was ein Merkmal des „Miami Taunters“ ist. Noch während die Untersuchungen laufen, landet ein Helikopter: Der Strand ist Privatbesitz der Familie Navarro, und Horatio hat Esteban Navarro im Verdacht, der „Miami Taunter“ zu sein. Armstrong kann Esteban sogar bei einer Gegenüberstellung eindeutig identifizieren, aber dessen Großmutter Vina erreicht über ihre Anwälte, dass er wegen Verfahrensmängel freikommt.

Währendessen will Doktor Loman die Leiche von Chelsea abtransportieren lassen, als ihm eine Krabbe auffällt, die ein Stück Knochen wegträgt. Er und Walter graben im Sand und finden das Skelett eines Mannes, dem offenbar in den Kopf geschossen wurde. Calleigh kann die Kugel einer Waffe zurodnen, und die ist auf Diego Navarro zugelassen, Esteban Navarros Vater. Natürlich zieht das weitere Ermittlungen bei den Navarros nach sich und die Situation eskaliert…

Zitat

„Der Schein kann trügen.“
„Aber nicht, wenn man genau hinsieht, Miss Navarro!“
Vina Navarro und Horatio Caine

Hinter der Geschichte

Die Ermittlungen nach dem „Miami Taunter“ wurden in Folge 10.04 („Auftakt zur Folter“) und 10.08 („Zurück zur Folter“) geführt, der Fall aber nicht abgeschlossen.

Vina Navarro wird dargestellt von Raquel Welch. Nach Bo Derek ist das schon die zweite hochkarätige Besetzung einer Nebenrolle in dieser Staffel.

Walter und Ryan packen die Sachen von Diego Navarro im Krankenhaus aus und untersuchen sie, weil sie – wie Walter sagt – „nicht warten können, bis wir im Labor sind“. Dazu muss man sagen, dass bis zu dem Zeitpunkt die Anwälte der Navarros den Ermittlern ständig Steine in den Weg gelegt und Beweise für ungültig erklärt haben. Wäre es da nicht besser, dem offiziellen Prozedere mehr als hundertprozentig zu folgen, um ganz sicher zu gehen, dass sie Anwälte nichts auszusetzen haben? Mal ganz davon abgesehen, dass wieder einmal weder Ryan noch Walter bei der Untersuchung Handschuhe tragen.

Achtung, Spoiler! Die Auflösung des „Miami Taunter“-Falls wirkt auch irgendwie überhastet. Ich kann das nicht mehr nachvollziehen, aber möglicherweise waren für die 10. Staffel ursprünglich mehr als die letztlich gefilmten 19 Episoden vorgesehen und als die Staffel gekürzt wurde, war man gezwungen, den Handlungsbogen schnell zu irgendeinem Ende zu bringen. Die zweite Geschichte um Estebans Vater wirkt hier ziemlich Fehl am Platz und aufgesetzt. Mal ganz davon abgesehen, dass sich Vina am Ende der Verhaftung entziehen kann und der Fall zwar aufgeklärt, aber nicht abgeschlossen ist.

 

C.S.I. 10.16: Duftende Höschen

Originaltitel: The Panty Sniffer

Inhalt

(c) CBS

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Das CSI ist bei einer groß angelegten Überwachungsaktion von zwei Drogenproduzenten, die nach einem erfolgreich abgeschlossenen Geschäft nach Las Vegas gekommen sind. Greg Sanders und Archie verstecken Kameras im Hotelzimmer der Verdächtigen. Danach wird Archie ins Labor zurückgeschickt. Auf dem Weg zu seinem Wagen rutscht er auf einer Treppe aus und landet fast auf einer Leiche. Eine Eventmanagerin des Hotels wurde offenbar angegriffen und die Treppe heruntergestoßen. Um die Überwachungsaktion der Drogenjungs nicht zu gefährden, muss die Polizei bei den Mordermittlungen besonders diskret vorgehen. Noch vor Ort stellt David Philips fest, dass die Tote keine Unterhose trägt. Möglicherweise hat ihr Mörder ein Souvenir mitgenommen. Dazu passt, dass sie einem Kunden des Hotels geholfen hat, eine gerade stattfindende Dessous-Show zu organisieren. Dort hatte sie offenbar Probleme mit einem Gast. Bei einem Vor-Ort-Termin finden Raymond Langston und Nick Stokes heraus, dass es bei dieser Dessous-Show nicht darum geht, Unterwäsche an Frauen zum Anziehen zu verkaufen, es wird von Frauen getragene Unterwäsche verkauft, des Geruchs wegen. Der Gast, der die Probleme verursacht hat, wird gefunden, behauptet aber, mit der gekauften Unterwäsche allein im Hotelzimmer gewesen zu sein. Bei dieser Unterwäsche findet sich tatsächlich kein Höschen, das zu dem BH des Mordopfers passt. Dafür finden die Ermittler heraus, dass die Tote nicht nur im Hotel gearbeitet hat, sondern auch für die Dessous-Show…

Währendessen sind Catherine Willows und Detective Vartann weiterhin damit beschäftigt, die Drogenproduzenten zu überwachen, die dabei sind, ihr Hotelzimmer als Drogenküche zu missbrauchen…

Zitat

„Da kriegt ‚an die Wäsche gehen‘ eine völlig neue Bedeutung.“
Nick Stokes über die Dessous-Show

Hinter der Geschichte

Die Produktlinie der getragenen Unterwäsche heißt „By Any Other Name“. Das ist ein Zitat von William Shakespeare, es stammt aus „Romeo und Julia“ und lautet vollständig: „That which we call a rose / By any other name would smell as sweet;“ („Das, was wir Rose nennen / Hieße es auch anders, es würde trotzdem süß duften.“)

CSI: MIAMI | 10.15 – Der Fluch der guten Tat

Originaltitel: No good Deed

Inhalt

(c) CBS

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Henry Duncan geht mit einem Standup-Paddleboard aufs Meer. Dort interessieren sich zwei Haie für ihn. Sie stoßen sein Board an, so dass er herunterfällt. Er ruft ein Speedboat um Hilfe, das sich in der Nähe befindet, doch das Boot überfährt ihn zweimal. Zwei Stunden später wird seine Leiche am Ufer angetrieben. Doktor Loman kann aufgrund der unterschiedlichen Spuren ziemlich eindeutig festlegen, dass Duncan absichtlich überfahren wurde. Das Boot wird kurz darauf gefunden, der Besitzer sagt aber aus, dass es ihm am Morgen gestohlen wurde. Eric findet Motoröl am Steuerrad, allerdings nicht in der Art, wie es für Rennboote verwendet wird, sondern für Fahrzeuge. Das lenkt den Verdacht auf seinen Sohn, der Motorradrennen fährt, doch er wiederum hat die Nachbarin in Verdacht. Die stellt sich als Prostituierte heraus und einer ihrer Kunden war ein Arbeitskollege von Duncan. Und jener berichtet davon, dass Henry, der in einer Unternehmensberatung arbeitet, bei einem Kunden Unregelmäßigkeiten entdeckt hat. Es ginge angeblich um Menschenleben. Als die Polizei Henrys Auto finden, kommt zu dem Fall noch eine Ebene hinzu…

Zitat

„Äh, Ryan, Du hast da… äh…“
„Spinat zwischen den Zähnen?“

Ryan Wolfe hat Fingerabdruckpulver auf der Wange – seine Kollegin entfernt es sanft…

Hinter der Geschichte

Als Walter Simmons ein verdächtiges Auto durchsucht, verhält er sich nicht unbedingt wie ein guter CSI: Er durchwühlt eine Tasche voller Beweise, hat aber keine Handschuhe an. Schließlich durchsucht er sogar die Anrufliste eines Mobiltelefons, ebenfalls ohne Handschuhe. Das mag eine Kleinigkeit sein, aber wie lässt uns Sir Arthur Conan Doyle durch seinen berühmten Detektiv Sherlock Holmes wissen? „Nichts ist so bedeutend wie Kleinigkeiten.“  Es sind diese Kleinigkeiten, die zeigen, dass man bei „CSI: Miami“ etwas… sagen wir mal… müde geworden ist mit der Zeit. Auch die Auflösung dieser Geschichte überzeugt nicht wirklich. Sie wirkt eher sehr aufgesetzt, mit einer erzwungenen Wendung am Ende. Zwar schließt sich der Kreis wieder ein wenig mit der letzten Szene, als Calleigh mit dem Sohn des Opfers spricht und erklärt, wie Duncan der Polizei helfen konnte, aber das bügelt die vorangegangenen Fehler nicht so wirklich aus.

Auch der Umstand, dass der Flirt zwischen Ryan und seiner Kollegin, der während der letzten Folgen aufgebaut wurde, etwas abrupt mit dem Auftauchen eines Freundes beendet wurde, wirkt gezwungen. Fast wie ein Sketch, bei dem man die ganze Zeit laut lachen muss, weil er so witzig ist, der dann aber in einer miesen Schlusspointe endet, die alles runterzieht.

 

C.S.I. 10.15: Nimmerland

Originaltitel: Neverland

Inhalt

(c) CBS

(c) CBS

Ein anonymer Anrufer meldet einen Leichenfund. Am beschriebenen Ort liegt ein vierzehnjähriger Junge mit eingeschlagenem Schädel. Aufgrund der Sachen, die er bei sich trägt, lässt sich seine Adresse ermitteln. Wie sich herausstellt, wusste seine Mutter gar nicht, dass er die Nacht nicht zu Hause war. Sie kam gegen drei Uhr früh von der Arbeit und hat nicht in sein Zimmer gesehen. Diesen Morgen wollte sie ihn ausschlafen lassen. Das Nichtvorhandensein von Einbruchspuren am Haus der Mutter lässt nur einen Schluss zu: Will – so ist sein Name – ist in der Nacht aus eigener Motivation aufgebrochen. Er wurde auch nicht überrascht, er hat verschiedene Sachen (unter anderem einen Kompass und ein Taschenmesser) mitgenommen. Bei der Befragung von Wills besten Freunden kommt heraus, dass diese ihre Interessen auf Mädchen und „erwachsenere Dinge“ verlagert haben, während Will noch spielen wollte. Greg Sanders findet auf dem Computer des Jungen einen Artikel über afrikanische Initiationsriten, bei denen eine weite und gefahrvolle Reise gemacht werden muss, damit man sich unter den älteren des Stammes als Erwachsener erweist. Und Archie kann einen Chat rekonstruieren, in dem ein anderer Will zu einer Exkursion zu einer alten Mine einlädt. Doch wie sich herausstellt, ist dieser andere ein 40jähriger Mann. Hat er etwas mit dem Mord zu tun – und war er auch derjenige, der die Leiche gemeldet hat?

Dann gibt es eine dramatische Wende: Unter den Fingernägeln des Jungen wird Blut gefunden. Dieses Blut wird identifiziert als das eines Mörders, der derzeit im Gefängnis sitzt. Sarah hat damals den Fall bearbeitet…

Zitat

„Und was wollten Sie werden, als Sie 14 waren?“
„Bestimmt das selbe, das er auch werden wollte – 15.“
Doktor Robbins und Nick Stokes denken über das mögliche Alter des Mordopfers nach

Hinter der Geschichte – Rezension

Das ist mal wieder eine sehr clevere Episode. Die Geschichte enthält nicht vorhersehbare Wendungen und ist sehr gute geschrieben. Zwar waren die anderen Episoden dieser Staffel bisher nicht schlecht, aber diese stellt den bisherigen Höhepunkt dar.