CSI: Miami 5.11 – Ein Netz voller Spinnen

Originaltitel: Backstabbers

Inhalt

Der Prozess gegen Sonya Barak wird begonnen (aus der Episode 5.09 „Miami in Gefahr“). Ihr Anwalt erreicht, dass sie auf Kaution in Höhe von 1 Million US$ freigelassen wird – und stirbt kurz darauf in einem Feuergefecht. Der Schütze ist schnell ermittelt, doch dann finden Natalia und Horatio heraus, dass nicht der Anwalt, sondern Sonya das Ziel war. Sonya ist mit dem Auto des Anwalts davongefahren. Das Auto wird kurz darauf gefunden, am Steuer sitzt ein Mann und ein weiterer liegt tot im Kofferraum. An diesem Fall ist einiges merkwürdig. Und der Umstand, dass ein Dokumentarfilmer im Labor unterwegs ist, macht die Sache nicht einfacher, im Gegenteil: Um ein besonders gutes Bild von einem Beweisstück zu kriegen, sprüht Ryan es mit extrem viel Luminol ein – und dadurch wird eine Blutspur vernichtet, die zum Täter geführt hätte. Doch dann taucht die Aufnahme einer Überwachungskamera auf, die nochmal ein ganz anderes Bild zeigt…

Zitat

„Da drängt sich eine Frage auf… wieso ihn erschießen?“
„Das ist eine gute Frage.“
Frank Tripp und Horatio Caine

Medien

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Hinter der Geschichte

Die Terroristen, um die es in dieser Episode geht, gehören einer Terrorzelle an, die sich al-qadir nennt. Diese Terrorzelle gibt es nicht. „al-qadir“ bedeutet „der zu allem Fähige“ und ist einer der sprichwörtlichen 99 Namens Allahs. Vermutlich erschien den Autoren der Begriff „zu allem fähig“ für ihr Skript passend.
In der Geschichte wird – da es um Terrorismus geht – der „Patriot Act“ erwähnt. Der USA PATRIOT Act (Apronym für Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Intercept and Obstruct Terrorism Act of 2001; deutsch etwa: „Gesetz zur Stärkung und Einigung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu blockieren“) ist ein amerikanisches Bundesgesetz, das am 25. Oktober 2001 vom Kongress im Zuge des Krieges gegen den Terrorismus verabschiedet wurde. Es war eine direkte Reaktion auf die Terroranschläge am 11. September 2001 und die wenig später erfolgten Milzbrand-Anschläge. Das Gesetz bringt eine Einschränkung der amerikanischen Bürgerrechte in größerem Maße mit sich, aber auch Auswirkungen für USA-Reisende, da die Anforderungen an Pässe erhöht wurden. Bei der Verabschiedung stand der Kongress unter großem Druck. John Ashcroft forderte eine Absegnung des USA PATRIOT Acts im Kongress in drei Tagen und drohte, dass jede Verschleppungstaktik den Terroristen helfen würde. Der Druck auf den Kongress kam aber nicht nur von außen, sondern auch aus dem Kongress selbst: Die Abgeordnete Lynn Woosley (D-Calif.) schrieb, „that Congress would have blood on its hands if there was another terrorist attack while we deliberated.“ („…, dass der Kongress Blut an seinen Händen haben würde, wenn es zu einem weiteren terroristischen Anschlag käme, während wir uns beraten.“). Am 26. Oktober 2001 konnte George W. Bush den USA PATRIOT Act unterschreiben – Ashcrofts 3-Tage-Frist wurde eingehalten.[1]

Kritik – Achtung, Spoiler!
Die USA und die Terroristen… auch bei „CSI“ ist die allgemeine Paranoia angekommen. In der Folge, in der Sonya Barak verhaftet wurde, ging es um einen Sprengstoffanschlag auf ein Atomkraftwerk. So ein Anschlag wird immer mal wieder befürchtet. Der USA PATRIOT Act geht aber sehr weit und mittlerweile wissen wir ja, dass die NSA unter dem Deckmantel dieses Gesetzes Daten in rauen Mengen abgreift, speichert und so einen weiteren Schritt in Richtung Totalüberwachung unternommen hat. Bei „CSI“ kommt der negative Aspekt dieser Totalüberwachung leider nicht sehr häufig zum Tragen. Im Gegenteil, Kameraüberwachung und Telefonatslisten sind beliebte Mittel, um Täter in der Serie dingfest zu machen.

[1] Dieser Text stammt aus dem Wikipedia-Eintrag „USA PATRIOT Act„. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar, Autoren siehe hier.

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