CSI: Miami 4.01 – Teufel in Miami

Originaltitel: From the Grave

Vorbemerkung: Danke für die lobenden Mails, die ich für die Aufarbeitung der „CSI“-Serien bekommen habe. Viele Leser wünschten sich allerdings etwas mehr als die chronistische Aufarbeitung der Folgen, nämlich eine persönliche Einschätzung.  Ab dieser Staffel wird es also unter dem Punkt „Hinter der Geschichte“ noch eine Kritik geben. Da ich dort aber unter Umständen relevante Handlungsstränge verraten muss, wird das unter dem Unterpunkt „Kritik – Achtung, Spoiler!“ geschehen. Wer sich die Folge nicht verderben will, sollte also ab dem Punkt nicht weiterlesen.

Inhalt

Während Caine aus persönlichen Gründen einen Pfarrer aufsucht, öffnet sich während einer Beerdigung in der Nähe ein Sarg und ein Mann mit einer automatischen Pistole beginnt, die Trauergäste niederzuschießen. Horatios ganzes Team muss anrücken, um den Fall zu untersuchen. Das Labor ist indessen neu eingerichtet worden und eine neue Kollegin stellt sich vor: Natalia Boa Vista.
Einer der Toten der Schießerei ist ein Sträfling, der extra mit Eskorte aus dem Gefängnis kam. Er gehörte zur Gang der Mala Noche, die Horatio als „Miamis neue Mafia“ bezeichnet. Da er aber entgegen dem Kodex der Gang mit Drogen handelte, war sein Tod vermutlich eine Bestrafungsaktion und die anderen Opfer nur „Kollateralschaden“. Die Tote, deren Beerdigung es eigentlich war, ist die Mutter des Erschossenen – und es stellt sich heraus, dass auch bei ihrem Tod von der Mala Noche nachgeholfen wurde. Durch einen Überfall der Gang gibt es neue Spuren, die zu einem Versteck führen. Dort kommt es zu einem Hinterhalt…

Zitat

„Es geht wieder los.“
Horatio Caine

Medien

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Hinter der Geschichte

Der Name der Gang ist „Mala Noche“, das ist Spanisch und heißt „schlechte (oder böse) Nacht“. Das Zeichen der Gang ist eine tätowierte Teufelskralle. Passenderweise heißt einer der Bosse „Diavolo“, „der Teufel“.
Die Rolle der neuen Kollegin Natalia Boa Vista wird gespielt von Eva LaRue, geboren am 27. Dezember 1966 in Long Beach, Kalifornien. Sie begann ihre Schauspielkarriere im Alter von sechs Jahren. Erste größere Rollen in Fernsehproduktionen spielte sie ab Ende der 1980er Jahre. Sie hatte Gastrollen in verschiedenen US-amerikanischen Serien wie Eine schrecklich nette Familie, Dallas und They Came from Outer Space. Von 1993 bis 1997 und nochmals von 2002 bis 2005 spielte sie die Rolle der Dr. Maria Santos in der Serie All My Children. 1997 und 2006 wurde sie für diese Rolle mit dem ALMA Award ausgezeichnet und war ebenfalls 1997 für den Emmy Daytime Award nominiert. Die Rolle der Natalia Boa Vista spielte sie von 2005 bis 2012.[1]

Kritik – Achtung, Spoiler!
Schon in dieser Episode gibt es einen dezenten Hinweis auf die Lösung eines Plots, der sich über die kommenden Folgen hinziehen wird: Als sich die „Neue“ vorstellt (Natalia Boa Vista), fragt Ryan nach: „Boa, wie die Schlange?“ Der fragliche Plot wird hier noch zur Sprache kommen.
Mit der Szene in der Kirche am Anfang der Episode wollten die Autoren offenbar auf den Umstand eingehen, dass Caine schon häufiger gezwungen war, Kriminelle zu erschießen, was natürlich nicht spurlos an ihm vorbeigegangen ist. Leider wirkt es sehr gezwungen, da Horatios religiöse Seite eigentlich nie wirklich beleuchtet wurde.
Die Mala Noche ist ein eine Geschichte, die sich über mehrere Folgen hinzieht, allerdings mehr „lose“ und nicht aufeinander aufbauend. Das Gleiche sehen wir mit Ryans Ex-Freundin, der Reporterin Erika Sykes, die immer mal wieder aufkreuzt. Immerhin, nachdem in der letzten Staffel der große Handlungsbogen um Horatios angeblich toten Bruder aufgelöst wurde, traut man sich hier wieder an einen solchen Handlungsbogen heran.

[1] Der Text entstammt dem Wikipedia-Eintrag „Eva LaRue„, Autoren siehe hier. Der Text ist unter der Lizenz „Creative Commons Attribution/Share Alike“ verfügbar; zusätzliche Bedingungen können anwendbar sein.

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