C.S.I. 3.18: Das Todesfass

Originaltitel: Precious Metal

Inhalt

Auf einer Quad-Rennstrecke wird ein Fass gefunden, das als Giftmüll gekennzeichnet ist. Doch im Innern befindet sich eine männliche Leiche im extremen Verwesungszustand, der man einen Fuß abgehackt hat. Das Opfer ist ehemaliger Soldat und das Fass bringt die Ermittler zu einer Fabrikhalle. Dort finden Roboterschaukämpfe statt – ferngesteuerte Roboter mit allerlei Waffen, die sich gegenseitig zerstören. Auch das Opfer hat an solchen Kämpfen teilgenommen. Und dessen Verletzungen passen zu den Waffen, mit denen die Roboter ausgestattet sind…
Gil und Warrick müssen einen Fall übernehmen, der eigentlich schon zwei Wochen alt ist, aber die Polizei hat den Toten zuerst für einen Obdachlosen gehalten. Die Ermittler finden den Tatort sehr schnell – es war das eigene Wohnzimmer. Dort hat aber jemand sauber gemacht. Die Freundin des Toten gerät in Verdacht, doch verschiedene Kleinigkeiten passen zueinander…

Zitat

„Also, Sie surfen, stehen auf Latex und tauchen, Sie mögen Models und Marilyn Manson und Münzen sammeln Sie auch?“
Gil Grissom über die Hobbys von Greg Sanders

Medien

CSI: Crime Scene Investigation – Die komplette Season 3 [6 DVDs] bei AMAZON.

Hinter der Geschichte

Der Verwesungsprozess in dem Fass hat bei der ersten Leiche zur „Verseifung“ geführt, man nennt es auch „Leichenwachs“,  „Adipocire“ (lateinisch adeps, adipis – Fett und französisch cire – Wachs) oder „Leichenlipid“. Damit wird ein Stoffgemisch bezeichnet, das 4 bis 6 Wochen nach Eintritt des Todes bei Leichen auftreten kann, die in nasser oder sehr feuchter Umgebung liegen. Es entsteht durch Veränderung vor allem des Unterhautfettgewebes. Durch Verseifung (Saponifikation) des Körperfetts (Neutralfette) entstehen freie Fettsäuren, die Alkalisalze der Fettsäuren und Glycerin. Zur Entstehung von Leichenlipid ist Luftabschluss notwendig, sodass Adipocire hauptsächlich bei Wasserleichen auftritt, aber auch bei Leichen (Wachsleiche), die in sehr feuchten Gräbern liegen.
Die umgangssprachlichen Bezeichnungen Fett oder Leichenwachs sind allerdings falsch, da nur wenig Fett und überhaupt kein Wachs enthalten ist, sondern es sich um ein Gemisch aus Fettsäuren, Alkalisalzen der Fettsäuren und etwas Glycerin handelt.
Thomas Browne (1605–1682), einem englischen Philosophen, wird die erste Erwähnung von Adipocire im Jahre 1658 zugeschrieben:

„In einem wassergetränkten Leichnam, der zehn Jahre in einem Kirchhof begraben lag, trafen wir auf eine Ablagerung von Fett, wo der Salpeter des Bodens sowie das Salz und die laugige Flüssigkeit des Leichnams großen Stücke Körperfett zur Konsistenz von Seife der härtesten Sorte gerinnen lassen haben: wovon ein Teil bei uns verbleibt.“
aus: Hydriotaphia. Urn Burial

[1]

Das zweite Opfer wollte im Yosemite National Park den „El Capitan“ besteigen. Der Park liegt in Kalifornien, der „El Capitan“ ist ein beliebtes Kletterziel. Der Berg ist auch der Berg, auf den Captain Kirk in dem Film „Star Trek 5 – Am Rande des Universums“ klettert.

Am Ende der Episode äußert Greg Sanders nochmal den Wunsch, in den Außendienst des Labors gehen zu dürfen. Dafür würde er auch eine niedrigere Bezahlung in Kauf nehmen. Der Wunsch wird ihm gewährt werden.

_____________________________________
[1] Dieser Teil des Artikels stammt aus dem Wikipedia-Artikel „Adipocire“, welcher gemäß CC-BY-SA lizensiert wurde. Die vollständige Liste der Autoren findet sich hier.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.