Miami


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Miami [maɪˈæmɪ] ist eine Großstadt am Miami River im Miami-Dade County im US-Bundesstaat Florida mit 390.191 Einwohnern (2010)und Sitz der County-Verwaltung. Das Stadtgebiet hat eine Größe von 143,1 km². Obwohl die Stadt selbst nicht besonders groß ist, umfasst die Agglomeration South Florida Metropolitan Area viele kleinere Städte und die nicht unerhebliche UMSA (Unincorporated Metropolitan Services Area) und beherbergt insgesamt über 2,2 Millionen Einwohner. Der Name „Miami“ kommt von dem indianischen Wort Mayaimi (großes Wasser). Der Miami River liefert das Wasser in die Everglades und fließt von dort in den Atlantik.

Geschichte

Am 18. Juli 1896 wurde Miami mit etwa 300 Einwohnern offiziell zur Stadt ernannt.

Während der 1920er Jahre war in Miami das Glücksspiel erlaubt, und die Prohibition wurde weitgehend ignoriert. So immigrierten Tausende aus dem Norden der USA nach Miami und lösten somit den Bau-Boom aus. Die Skyline von Miami mit ihren Hochhäusern entstand, und Miami erhielt dadurch seinen Spitznamen „Magic City“ (deutsch etwa: Zauberstadt), da die Stadt sich von einem Winter auf den nächsten derartig schnell veränderte, dass Besucher der Meinung waren, die Stadt sei wie von Zauberhand gewachsen. 1927 wurde der Bau-Boom durch einen verheerenden Wirbelsturm und anschließend durch die Depression gestoppt. Während des 2. Weltkriegs baute das Militär viele Ausbildungskasernen rund um Miami, bedingt durch die strategisch günstige Lage. Auf der Suche nach Arbeit kamen viele Männer und Frauen wieder zurück und so wuchs die Bevölkerung bis 1950 auf über 500.000 Menschen in Miami und Umgebung an.

Heute steht das Miami-Dade County in Nachbarschaft zu den Countys von Broward und Palm Beach im Norden mit jeweils 1,6 und 1,1 Millionen Einwohnern. Miami gilt als kultureller Schmelztiegel mit einer stark lateinamerikanischen Bevölkerung. Zu den Bewohnern Miamis gehören vor allem Kubaner, Nicaraguaner, Kolumbianer, Venezolaner, Puertoricaner, Argentinier, Ecuadorianer, Brasilianer, Dominikaner, Haitianer und Mexikaner.

In den 1980er Jahren war Miami der größte Umschlagsplatz für Drogen aus Kolumbien, Bolivien, Ecuador und Peru, bedingt durch die Nähe zu den Herstellungsländern und durch den Massentourismus. Die Drogenbarone brachten Milliarden US-Dollars nach Miami, wo das Geld durch diverse Investitionen in Bauvorhaben schnell gewaschen werden konnte. Zu dieser Zeit wurde hier die bekannte Fernsehserie Miami Vice gedreht.

Klima

Das Klima Miamis ist mit seinen feucht-heißen Sommern und trocken-warmen Wintern ein tropisches Monsunklima (effektive Klimaklassifikation nach Köppen: Am), wobei die Stadt zwischen Ende Oktober und März durchaus Kaltfronten ausgesetzt ist. Der jährliche Niederschlag hat seinen Höhepunkt in der Regenzeit von Mai bis Oktober, die mit der atlantischen Hurrikansaison zeitlich zusammenfällt. In den übrigen Monaten herrscht Trockenzeit. Diese ist geprägt von milden Temperaturen, die von gelegentlichen Einbrüchen kalter Luft unterbrochen wird und es sind diese Durchzüge von Kaltfronten, die zu den geringen winterlichen Regenfällen führen.

Der jährliche Niederschlag ist einer der höchsten in einer US-amerikanischen Großstadt und summiert sich auf 1488 mm, wobei die nahegelegenen Städte Fort Lauderdale mit 1621 mm und Miami Beach mit 1227 mm deutlich abweichende Werte erreichen.

Attraktionen

Parks und Sportmöglichkeiten
Es gibt ein breites Angebot von verschiedenen Stadtparks, mehrere sportliche Einrichtungen, Spielwiesen und Möglichkeiten zum Camping. Durch die Nähe zum Strand sind alle Strand- und Wassersportarten möglich. Der größte Park ist der Miami-Centralpark. Jährlich findet ein Tennis-Masters-Turnier in Miami statt.

Touristische Attraktionen
Das Miami Seaquarium auf Virginia Key und das kubanische Viertel Little Havana sind die größten Touristenattraktionen Miamis. Miami ist daneben Ausgangspunkt vieler Reisen in die nahegelegenen Everglades und auf die Florida Keys, eine Inselgruppe am südlichsten Ende von Florida, zu der beispielsweise Key West gehört.

Anreise / Verkehr

Flughäfen
Miamis wichtigster internationaler Verkehrsknotenpunkt ist der Miami International Airport, welcher einer der größten internationalen Flughäfen der Welt ist. Jährlich werden über 35 Millionen Passagiere abgefertigt. Der Flughafen wird von einer großen Anzahl von internationalen Fluggesellschaften angeflogen.

Weitere Flughäfen für den internationalen Flugverkehr sind der Fort Lauderdale/Hollywood International Airport und der Palm Beach International Airport. National ist Miami auch über den Opa Locka Airport zu erreichen.

Schiffsverkehr
Die wichtigste Meeresverbindung ist der Hafen, der Port of Miami. Heute ist er der größte Hafen der Welt für Kreuzfahrtschiffe mit über 18 Millionen Passagieren im Jahr. Ebenso ist er einer der wichtigsten Fracht-Umschlagsplätze mit jährlich fast 10 Millionen Tonnen Fracht.

Eisenbahnverkehr
Die Eisenbahnverbindung in Miami wird vom Atlantic Coast Service betrieben, der zu der Eisenbahngesellschaft Amtrak gehört. Daneben gibt es noch die regionalen Bahnverbindungen Metrobus, Tri-Rail und Miami-Dade Metrorail. Die Miami-Dade Metrorail ist eine Hochbahn und wird oft auch von Touristen genutzt, um Miami aus einer anderen Perspektive kennenzulernen. Zusätzlich gibt es mit dem Miami-Dade Metromover ein kostenloses Peoplemover-System, welches den Innenstadtbereich von Miami abdeckt.

Straßenverkehr
Für PKW und LKW hat Miami Anbindungen an die Interstates 75, 95, 195 und an den Florida’s Turnpike.

Kriminalität

Im Miami-Dade County gab es 2009 insgesamt 82 Morde (+28% seit 2005), 428 Sexualdelikte (-37% seit 2005), 2.341 Raubüberfälle (+2% seit 2005, Aufklärungsrate mit 28% leicht über Landesdurchschnitt), 4.709 tätliche Angriffe auf Personen (-15% seit 2005), 9.219 Einbrüche (+3% seit 2005) und 4.837 Autodiebstähle (-27% seit 2005). In den Jahren 1978 bis 1982 wurde Miami von einer Gewaltwelle bislang unbekannten Ausmaßes überschwemmt. Allein in der Zeit zwischen 1976 und 1981 gab es 1665 Morde die fast nur von schwer bewaffneten Drogendealern begangen worden sind.

In Miami gibt es heute noch einige Straßen-/Jugendbanden (Gangs). Vor allem im Bereich der sozialen Brennpunkte kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen. Die meisten dieser Gruppen wurden gegründet um Einwanderern in Minderheit (beispielsweise aus Kuba oder Haiti) Zusammenhalt zu bieten. Diese Minderheit war aber rapide angewachsen und es begann das Morden anderer Gangs. Heute belegen diese Einwanderer ungefähr ein Drittel von ganz Miami und es entwickelten sich im Laufe der Zeit eigene Nachbarschaften (Little Haiti zu deutsch Klein Haiti oder Little Havana zu deutsch Klein Havana). Heute wird vermutet, dass Miamis Untergrund (Drogen- und Waffenhandel) von diesen Banden beherrscht wird.

2009 war Miami auf der Forbes-Liste der gefährlichsten Städte der Vereinigten Staaten erneut auf Platz drei.

Ein Blick auf Miami… durch die Brillengläser von Horatio Caine

Die Serie „CSI: Miami“ berichtet von der Arbeit des Kriminallabors in Miami. Die Geschichten sind auf den speziellen Hintergrund der „Magic City“ abgestimmt. In den folgenden Tagen und Wochen werfen wir daher einen Blick auf Miami durch „CSI: Miami“, mit den jeweiligen Hintergründen und zusätzlichen Informationen.

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Über Amerigo Vespucci

Amerigo Vespucci (* 9. März 1451, 1452 oder 1454 in Florenz; † 22. Februar 1512 in Sevilla) war ein Kaufmann, Seefahrer, Navigator und Entdecker. Während seiner Fahrten erforschte er weite Teile der Ostküste Südamerikas. Nach ihm ist Amerika benannt. Und er ist der Namenspate des Chefredakteurs dieser Abteilung der "ErlebnisPostille".

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