C.S.I. – Den Tätern auf der Spur

Ein neues Konzept
Der Autor und Produzent Anthony E. Zuiker studierte an der University of Nevada in Las Vegas. Vermutlich kam daher seine Inspiration, in der „Sin City“ eine Kriminalserie spielen zu lassen, die anders sein sollte als andere Serien. Er legte seine Idee dem Produzenten Jerry Bruckheimer vor, der begeistert war von dem Konzept. Der Name der Serie: „C.S.I. – Crime Scene Investigation

Von Grundprinzip her sollte es eine Krimiserie nach bekanntem Muster sein: Eine Tat geschieht und der Zuschauer verfolgt die Ermittler, die den Täter entlarven. Der Zuschauer weiß dabei auch nicht mehr als die Ermittler selbst. Zuikers Idee war jedoch, die Ermittler mit den neuesten wissenschaftlichen Methoden arbeiten zu lassen und dem Zuschauer diese Methoden nicht durch simples Erklären (wie es oftmals in Arztserien gemacht wurde) nahezubringen, sondern durch visuelle Effekte. Wenn der Pathologe beispielsweise erklärt, wie ein Opfer gestorben ist, fährt die Kamera „in“ den Körper des Opfers und zeigt, was genau passiert ist in den Organen. Gleiches wird mit anderen wissenschaftlichen Untersuchungen gemacht, etwa wie ein Fingerabdruck entsteht oder eine Faser an ein anderes Objekt übertragen wird. Meistens handelt es sich um Vergrößerungen mikroskopischer Vorgänge, oder um Deutlichmachung von Dingen, die man unter normalen Umständen nicht sehen kann (zum Beispiel den Atem).

Eine weitere Abweichung vom bekannten Krimischema ist durch die Größe des Teams bedingt: Es wird nicht nur ein, sondern mehrere Fälle pro Episode bearbeitet, ganz wie in einer richtigen Polizeistation.
Der Name „C.S.I.“ ist dabei von tatsächlichen wissenschaftlichen Ermittlerteams in den USA übernommen worden. Allerdings ist dieser Name nicht einheitlich, gerade in Las Vegas nennt man die Teams „C.S.T.“ („Crime Scene Technicians“).

C.S.I. – Die Serie
Die erste Folge der Serie wurde in den USA im Oktober 2000 ausgestrahlt. Sie wurde ein Riesenerfolg für den produzierenden Sender CBS und in viele Länder exportiert. In der zweiten Staffel von „C.S.I.“ müssen die Ermittler einen Fall verfolgen, der sie nach Miami führt. Dabei wird das Team von „CSI: Miami“ eingeführt, das ein Jahr später seine eigene Serie bekommt. In deren zweiter Staffel wiederum verfolgen die Ermittler einen Fall bis nach New York, womit das Team von „CSI: NY“ eingeführt wird. Alle drei Serien laufen parallel sehr erfolgreich.

In Deutschland nannte man die Serie „C.S.I. – Den Tätern auf der Spur“ (in Frankreich wegen des Gesetzes, dass ausländische Serientitel zwingend zu übersetzen sind, „Les Experts“). Sie wurde auch hier zum Publikumserfolg. Wir wollen in den kommenden Tagen und Wochen einen Blick auf die Serie werfen und den dazu gehörenden Hintergrund in und um Las Vegas beleuchten.

C.S.I. – Die Musik
Ein Markenzeichen der CSI-Serien wurde die markante Titelmusik, die in allen Fällen von der Gruppe „The Who“ stammt. Für die ursprüngliche Serie verwendete man das Lied „Who are you?“, das zwei Bedingungen erfüllte: Es enthält einen markanten Satz, der zum Thema „dem Täter auf der Spur“ passt – und es enthält genügend Instrumentalteile, die für den Abspann verwendet werden können. Dies hier ist die Originalversion von „The Who“:

Und so sieht der Vorspann von „C.S.I.“ aus (und so klingt er):

C.S.I. – Das Team
Im Verlauf der Zeit verändert sich das Team und wir werden zum entsprechenden Zeitpunkt auf die Änderungen eingehen. Hier wollen wir die Mitglieder des Teams und ihre Darsteller zum Beginn der Serie vorstellen.

Die Hauptcharactere von CSI von links nach rechts: Hinten Jim Brass, Sarah Sidle, Warrick Brown, Nick Stokes; vorne Catherine Willows und Gil Grissom. DVD-Cover: (c) CBS

Gilbert „Gil“ Grissom ist Ermittler mit dem Spezialgebiet Insektologie. In der zweiten Folge der ersten Staffel übernimmt er sogar die Leitung des Teams, da er der Erfahrenste ist. Er sagt von sich, er habe „einige so genannte Defizite“, was sich darauf bezieht, dass er seine Arbeit und die Wissenschaft über alles setzt. Eine feste Beziehung scheint er nicht zu haben – und er scheint es auch nicht darauf anzulegen.
William Petersen wurde am 21. Februar 1953 geboren und machte schauspielerische Erfahrung auf der Theaterbühne, in TV-Serien, im Kino und in Videoproduktionen. Außerdem ist er selbst Produzent, unter anderem auch von „C.S.I.“.

Catherine Willows hat ein bewegtes Leben hinter sich, sie war ursprünglich Stripperin in einem Club in Las Vegas. Sie heiratete und bekam eine Tochter, doch ihr Mann betrog sie. Sie muss es schaffen, ihre Rolle als Alleinerziehende und Berufstätige unter einen Hut zu bringen. Das Verhältnis zu ihrer Tochter Lindsey ist jedoch nicht einfach. Im Gegensatz zu Grissom ist sie sehr emotional.
Marg Helgenberger heißt eigentlich Mary Margaret Helgenberger und wurde am 16. November 1958 geboren. Dem deutschen Publikum dürfte sie vor allem bekannt sein durch ihre Rollen in den Filmen „Bad Boys – Harte Jungs“ und „Species“. Sie hat aber auch in verschiedenen Serien mitgespielt.

James „Jim“ Brass ist in der ersten Folge noch der Leiter des CSI, wird aber in der zweiten Folge zur Mordkommission versetzt. Er war verheiratet und hat eine Tochter namens Ellie, die er allerdings nicht mehr gesehen hat, seit sie ins kriminelle Milieu abgerutscht ist.
Paul Guilfoyle, geboren 28. April 1948, hat in Filmen wie „Howard – Ein tierischer Held“, „Bevely Hills Cop II“ und „Mrs. Doubtfire“ mitgewirkt. Zudem hatte er Gastauftritte in den Fernsehserien „Ally McBeal“, „Law & Order“ und „Miami Vice“.

Nicholas „Nick“ Stokes ist begeisterter Wissenschaftler und Ermittler und am Anfang der Serie heiß auf das Aufklären seines 100. Falles. Das Leben meinte es allerdings nicht immer gut mit ihm, obwohl er in einer gut situierten Familie aufwuchs (Vater Richter, Mutter Anwältin). In Alter von neun Jahren wurde er von einem Babysitter mißbraucht, und auch im Verlauf seiner CSI-Karriere kommen einige traumatische Erlebnisse auf ihn zu.
George Eads wurde am 1. März 1967 geboren. Zu Beginn seiner Karriere schlug er sich mit Gelegenheitsarbeiten durch, so war er Vertreter für Kopiergeräte und Putzkraft in einem Fitnesscenter. Er spielte in der Serie „ER – Emergency Room“ und in dem Film „Exit Wounds – Die Copjäger“ mit.

Warrick Brown ist ein guter Freund von Nick Stokes und der einzige im Team, der in Las Vegas geboren und aufgewachsen ist. Er ist ein sehr guter Spieler, nicht nur an den Tischen, auch bei Wetten. Dadurch macht er sich erpressbar. Zudem leidet er an einer latenten Spielsucht.
Gary Dourdan, geboren am 11. September 1966, war unter anderem in der Serie „The Office“ und den Filmem „Playing God“ und „Alien – Die Wiedergeburt“ zu sehen. Daneben ist er begeisterter Musiker, er singt und spielt Flöte und Gitarre.

Sarah Sidle kommt erst in der zweiten Folge zum Team. Grissom kennt sie noch von früher, er holt sie nach Las Vegas, damit sie die internen Ermittlungen zum Tod einer Kollegin im Einsatz führen soll. Dabei wird nie ausdrücklich thematsiert, dass sie ganz bleiben soll, aber ab dieser Folge gehört sie zum Team. Ihr Vater war Alkoholiker und misshandelte ihre Mutter, die ihn schließlich erstach. Sarah wuchs danach in Pflegeheimen auf, schaffte es aber, zu studieren und Kriminalermittler zu werden.
Jorja Fox, geboren am 7. Juli 1968, feierte ihren ersten größeren Erfolg als Darstellerin der Ärztin Dr. Maggie Doyle in „ER – Emergency Room“. Zudem spielte sie in einigen Folgen der Serie „The West Wing“ mit.

Unter den Laborassistenten beim CSI fällt ein junger Mann namens Greg Sanders auf, der mit vollem Namen Gregory Hojem Sanders heißt. Er führt meistens die DNS-Analysen durch, interessiert sich jedoch sehr für die Arbeit der Ermittlerteams und hat den Wunsch, vom Dienst im Labor in den Außendienst zu wechseln.
Eric Szmanda, geboren am 24. Juli 1975, kam über das Theater zur Fernsehschauspielrei. Er spielte vor „C.S.I.“ hauptsächlich kleine Rollen. Seine größte war die Hauptrolle in „Das Netz – Todesfalle Internet“.

C.S.I. – Medien
Im Zuge des Erfolgs der Fernsehserie gab es einiges an Medien, die zur Serie veröffentlicht wurden. Zuallererst sind da natürlich die DVD-Boxen zu nennen (auf Blue Ray sind die deutschen Versionen bisher nicht erschienen), es gab und gibt Romane zur Serie und Computerspiele. Bei den DVD-Boxen wurden die Staffeln in zwei Teile geteilt und separat veröffentlicht, seit einiger Zeit werden allerdings die älteren Staffeln in Boxen mit einer kompletten Staffel zusammengefasst.
In den Beschreibungen der einzelnen Folgen hier im Blog werden wir natürlich auf die entsprechende Box hinweisen, wir werden allerdings auch ein wenig auf den Hintergrund eingehen: Wo spielt die Folge, was ist das für ein Ort – oder um was genau geht es?

Auf diese Weise werden wir Las Vegas etwas genauer beschreiben. Daneben werden natürlich auch noch andere Artikel erscheinen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.