C.S.I. 1.1: Ein starkes Team

Originaltitel: keiner (wird nur als „C.S.I. Pilot Episode“ bezeichnet)

Inhalt


Las Vegas – jemand füllt die Kammern eines Trommelrevolvers mit Patronen und hinterlässt eine Nachricht auf einem Diktiergerät, in der er seinen Selbstmord ankündigt. Dann fällt ein Schuss und er ist tot. Eine Woche später wird er gefunden, ebenso seine Abschiedsbotschaft. Doch Überraschung: Die Stimme auf dem Diktiergerät gehört nicht dem Toten…

Wir lernen unsere Protagonisten kennen: Zuerst Brass und Grissom, dann Holly Gribbs, die als Neuling hinzukommt, schließlich Warrick Brown und Nick Stokes, die beide ihren 99. Fall gelöst haben und darauf wetten, wer den 100. schafft. Catherine Willows kommt zu spät, da sie sich erst um ihre Tochter kümmern muss.

Willows und Brown werden zu einem Einbruch mit Todesfolge gerufen. Ein Mann hat die Tür zu einem Wohnhaus aufgetreten. Der Wohnungseigentümer hat ihn erschossen, um seine Frau und sein Kind zu beschützen – zumindest sagt er das. Doch an der Leiche stimmen ein paar Kleinigkeiten nicht…

Nick Stokes kommt zu einem Mann, der in einer Bar von einer Brünetten angemacht und dann mit K.O.-Tropfen außer Gefecht gesetzt wurde. Die Frau hat alles mitgenommen, was er bei sich hatte. Doch sie hat die Tropfen auf ungewöhnliche Weise benutzt…

Grissom verfolgt die Spur des angeblichen Selbstmords – ein Fingerabdruck auf dem Diktiergerät gehört zwar nicht dem Toten, aber der Eigentümer des dazugehörenden Fingers hat ihn offenbar nicht hinterlassen: Paul Millander stellt unter anderem künstliche Hände her, die er nach einem Abguss seiner eigenen Hand gestaltet hat. Offenbar wurde der Fingerabdruck mit Hilfe einer solchen Hand gemacht…

Schließlich muss sich Brown um Holly Gribbs kümmern. Wegen einer Wette, die er für einen Richter abgeben soll, lässt Brown sie allein. Da kehrt der Einbrecher an den Tatort zurück…

Zitate
„Das macht Ihr nicht noch mal!!“
Grissom schimpft mit den Leichen in der Leichenhalle, die Holly Gribbs erschreckt haben.

„Wir gehen an jeden Fall mit der gleichen Objektivität heran, ohne Ansehen von Rasse, Religion oder Lieblingskaugummisorte!“
Grissom zu Warrick

Medien
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Hinter der Story
Es fällt auf, dass C.S.I. von dem in den USA üblichen Schema abweicht, dass eine Pilotepisode doppelt so lang ist wie eine normale Episode. Allerdings gibt es eine Handlung, die die ersten  beiden Episoden miteinander verbindet.

Wer die Episoden von C.S.I. kennt, dem wird auffallen, dass in dieser Pilotepisode noch einiges anders ist, als es später wurde: Brass ist der Leiter des Kriminallabors und extrem unangenehm, Grissom hat eine Affaire mit einer Laborangestellten und der Einsatz der „erklärenden Bilder“ ist noch nicht so perfekt. Auch fehlt der so genannte „Schlüsselsatz“ („Opener“), mit dem bei zukünftigen Episoden immer die Titelmusik eingeleitet wird, zumeist eine extrem sarkastische Bemerkung über den Tathergang oder die Art des Todes des entsprechenden Opfers.

Aber man sieht schon das Potential der Serie und man lernt scheinbar nebenher eine Figur kennen, die noch viel Kopfzerbrechen bereiten wird: Paul Millander.
Auch auf den latenten Rassismus, der in einigen Teilen der USA präsent ist, wird eingegangen: Als Warrick Brown in seinem Auto vor dem Haus des Richters steht, von dem er sich einen Gefallen erhofft, wird ihm prompt eine Polizeitstreife auf den Hals gehetzt. Der Polizist sagt, Nachbarn hätten berichtet, „hier lungere ein Farbiger rum“.

Auch typisch für die Serie sind die Sequenzen, in denen die Kamera über Las Vegas hinwegfliegt und einen guten Eindruck von der Stadt gibt. Hauptsächlich sind hierbei die Hotels und Kasinos des so genannten „Las Vegas Strip“ zu sehen. Der „Strip“ ist ein 6,8 Kilometer langer Teil des Las Vegas Boulevard, wo sich die bekanntesten Hotelresorts befinden. In der Sequenz der Serie fällt vor allem das „Mandalay Bay“ (südlicher Strip) und das „Bellagio“ (mittlerer Strip, das Hotel ist durch seinen Springbrunnen bekannt) auf. In einer Sequenz fliegt die Kamera durch das Licht des „Luxor“ (südlicher Strip), dabei handelt es sich um einen Riesenscheinwerfer, der von der Spitze einer Pyramide aus senkrecht in den Himmel scheint. Die Pyramide ist dabei das Hotel selbst, vor dem sich eine Nachbildung der Sphinx von Gizeh (Ägypten) im Maßstab 1:2 befindet.
Wer sich auf der Flaniermeile treiben lässt, kommt automatisch an vielen Attraktionen vorbei, die meist kostenfrei sind. Am „Mirage Hotel“ zum Beispiel kann man die neue, aufregende Vulkan-Show bestaunen. Quasi nebenan im Treasure Island Hotel stechen sexy Piraten in See. Die beeindruckende Pyrotechnik-Show „Sirens of TI“ läuft ab 19.00 Uhr alle 90 Minuten. 

Rege Verwendung finden bei „C.S.I.“ die Codes und Abkürzungen des Las Vegas Police Department. Diese Codes sehen wie folgt aus:

401 Verkehrsunfall
401A Verkehrsunfall mit Fahrerflucht
401B Unfall mit Verletzung
401C Unfall mit Sachschaden
402 Feuer
403 Herumtreiber
404 Unklare Situation
404A Abgebrochener Notruf

406 Einbruch

413 Person mit Schusswaffe
414 Bagatelldiebstahl

419 Leichenfund
420 Mord

422 Verletzter Polizist

444 Polizist braucht Hilfe – Notfall

Die dreistelligen Codes werden so ausgesprochen, dass die erste Zahl separat genannt wird und die letzten beiden Ziffern als ein Zahlwort. Ein Leichenfund (419) ist also kein „vierhundertneunzehn“, sondern ein „vier-neunzehn“.

Das Forbes-Magazin hat Las Vegas als die viertgefährlichste Stadt der USA bezeichnet. Grundlage dieser Aussage sind Auswertungen von FBI-Statistiken verschiedenster Verbrechensarten, wobei die Verbrechen in Relation zur Einwohnerzahl gesetzt werden. Ausgewertet wurden nur Städte mit mehr als 500.000 Einwohnern. Da jedoch die Einwohnerzahl seit 1990 vor allem durch Zuwanderung sehr stark zugenommen hat, ist ihr Ruf wohl trotz allem besser geworden.

DVD-Cover: (c) by CBS

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